Ich muß ja leider zugeben, daß ich das erste Killzone nie gespielt habe und somit nur vom Hörensagen her kenne. Aber der Nachfolger für die PS3 hat es mir schon vom ersten Trailer, den ich gesehen habe, angetan. Und bevor man in Deutschland keine Egoshooter kaufen kann, ohne sich strafbar zu machen, habe ich dann gleich bei Killzone 2 zugegriffen. Okay, nicht gleich nach Veröffentlichung, aber jetzt, als es sie in einem Supermarkt, der zur gleichen Gruppe gehört wie die Geizhälse und die nicht Blöden, 20 Euronen billiger als sonst wo gab, habe ich dann doch zugegriffen. Komisch nur daß die beiden Elektrodandler da nicht das gleiche Angebot hatten…
Wie dem auch sei, das Spiel ist der Hammer. Alleine schon die Inszenierung der Hintergrundgeschichte ist extrem cool. Und spielen lässt sich das Spiel bis auf wenige Ausnahmen auch sehr gut. Diesmal sind nicht die Helgast die Aggressoren, sondern die ISA hat beschlossen, den Heimatplaneten der Helgast anzugreifen, um diese in die Schranken zu weisen, nachdem sie in der Vergangenheit die Planeten der ISA angegriffen haben. Die Gesichte ist zwar sehr einfach gehalten, aber bekommt den Tiefgang einfach durch die stimmungsvolle Inszenierung und die Action. Alleine schon das Intro ist beeindruckend, in dem der Diktator der Helgast eine Ansprache hält und man parallel dazu sieht, wie die ISA den Angriff startet. Als dann auch gleich noch die ersten Kampfszenen gezeigt werden, ist das schon beeindruckend. Resistance (der erste Teil) ist hier ähnlich, kommt aber nicht ganz an die Inszenierung heran.
Und so schmeißt einen das Spiel auch gleich mitten auf ein Landungsschiff, um von Anfang an bei der Invasion dabei zu sein. Daher fliegen einen gleich von den ersten Minuten an von allen Seiten Kugeln um die Ohren, wobei der Einstieg trotzdem human ist und man schnell und gut ins Spiel kommt. Die Steuerung ist nahezu wie gewohnt und man fühlt sich gleich zu Hause. Meist ist man mit einem Kollegen unterwegs. Hin und wieder mit einem größeren Team, relativ selten alleine, soweit ich das Spiel bisher schon gesehen habe. Vor allem dieses Teamplay macht Spaß, da die Kollegen zwar nicht immer sehr viel reißen, aber trotzdem eine Hilfe sind und somit der Teamspirit gepflegt wird und einem die Charaktere ans Herz wachsen.
So fängt das Spiel mit der Landung an und man kämpft sich an einem Strand durch bis zum Sammelpunkt. Dort wird man mit einem Kollegen losgeschickt um ein Tor zu öffnen und um dem Konvoi den Rücken freizuhalten, ist man die nächste Zeit mit diesem Kollegen unterwegs und kämpft sich neben der Hauptstraße auf der der Konvoi unterwegs ist, durch Gebäude und Häuserschluchten. Die Missionen sind recht abwechslungsreich. Meist kämpft man sich den Weg frei, aber man muß auch Gebäude oder wichtige Plätze einnehmen und diese dann halten, bis die Verstärkung eintrifft.
Man hat hier immer das Gefühl mitten in einem Gefecht zu sein. Das macht Killzone 2 besser als Resistance oder Haze. Dort hat man dieses Gefühl zwar auch, aber hier wirkt das einfach überzeugender und ist actiongeladener.
Das Spiel hat aber auch einige kleine Macken, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. Was mich vor allem wundert, da mir das bei anderen PS3 Spielen noch nie in dieser Form aufgefallen ist, sind die Ladezeiten. Nicht das Laden, zwischen den Missionen, sondern während des Levels wird immer wieder nachgeladen, was dann zu kurzen Rucklern führt, einmal sogar zu einem Aussetzer von 20 bis 30 Sekunden, wo ich schon fast gedacht hatte das Spiel wäre abgestürzt. Dafür ist die grafische Gestaltung der Level wirklich gelungen, und tröstet einen über diese Ruckler wieder hinweg.
Außerdem finde ich daß einige Stellen im Spiel schon sehr schwer sind, und hier und da schon einmal für Frust sorgen. Vor allem der Arc Trooper in der Raffinerie ist hier extrem frustrierend, da man diesen schwer ausschalten kann. Oder es liegt evtl. daran, daß ich nicht so der Übertolle Egoshooter Spieler bin. Das dieser Gegner so schwer ist, liegt aber auch an einem Punkt, der mir an diesem Spiel sehr gut gefällt und mir in dieser Form bei anderen Shootern noch nicht aufgefallen ist. Denn je länger man schießt, desto mehr verzieht das Gewehr. Das ist auch von der Waffe abhängig womit man gehindert wird einfach draufzuhalten, sondern lieber mit kurzen gezielten Salven vorzugehen. Dadurch wird aber ein Gegner wie dieser Arc Trooper schon zum Frust, da man diesen erst betäuben muß und dann muß man meist erst hinter ihn rennen, damit man Tanks auf seinem Rückenpackt trifft. Und meist kommt er schon zu sich, bis man die ersten Schüsse landen kann.
Auch das Nachladen dauert etwas länger als bei anderen Spielen, was aber auch wieder sehr gelungen rüberkommt, da so das Spiel realistischer wirkt. Man ist einfach nicht dieser Überkrieger, wie bei manch einen anderem Spiel.
In der Summe kann ich das Spiel aber wirklich empfehlen, da es trotz einiger Frustmomente wirklich Spaß macht. Sehr stimmungvoll.
Tags: PS3, Review by PGB
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